Barrierefreie Bilder auf Websites

Ein Leitfaden für Inklusivität und Benutzerfreundlichkeit

Barrierefreiheit auf Websites ist mehr als nur eine gesetzliche Verpflichtung – es ist ein Schritt hin zu einer inklusiven digitalen Welt, die allen Menschen den Zugang zu Informationen ermöglicht. In diesem Beitrag erfährst du, warum barrierefreie Bilder ein zentraler Bestandteil barrierefreier Websites sind, welche Vorteile sie bieten und welche Best Practices es gibt, um diese optimal umzusetzen.

Was bedeuten barrierefreie Bilder auf Websites?


Barrierefreie Bilder sind Bilder, die für Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen verständlich und zugänglich gestaltet sind. Das Ziel ist, dass alle Nutzer*innen – unabhängig von ihren visuellen oder kognitiven Fähigkeiten – die Informationen eines Bildes vollständig erfassen können. Barrierefreiheit bedeutet hierbei nicht nur Zugänglichkeit für Menschen mit Sehbehinderungen, sondern auch die Anpassung an unterschiedliche technische Geräte und Internetverbindungen.

Warum sind barrierefreie Bilder wichtig?

  1. Rechtliche Anforderungen
    Die Umsetzung von Barrierefreiheit ist in vielen Ländern gesetzlich verankert. In der EU gilt beispielsweise die Richtlinie für digitale Barrierefreiheit, die von allen öffentlichen Einrichtungen eingehalten werden muss.
  2. Nutzer*innenvielfalt
    Eine barrierefreie Website berücksichtigt die Bedürfnisse von Menschen mit Sehbehinderungen, Farbsehschwächen, motorischen Einschränkungen und auch älteren Menschen. Eine zugängliche Website steigert nicht nur die Nutzer*innenzufriedenheit, sondern verbessert auch die Reichweite.
  3. SEO-Vorteile
    Barrierefreie Bilder sind nicht nur ein Plus für die Nutzer*innenfreundlichkeit, sondern auch für die Suchmaschinenoptimierung (SEO). Suchmaschinen bewerten Alt-Texte und beschreibende Bildinformationen als relevant für das Ranking, was die Auffindbarkeit Ihrer Website verbessert.

Best Practices für barrierefreie Bilder auf Websites

  1. Alt-Text verwenden
    Der Alt-Text (Alternativtext) beschreibt den Inhalt eines Bildes in wenigen Worten. Er ist für Screenreader lesbar und sollte eine prägnante und relevante Beschreibung des Bildinhalts enthalten. Ein guter Alt-Text ist kurz, präzise und erklärt den Kontext des Bildes.
    Beispiel: Ein Bild zeigt eine Gruppe von Menschen in einem Meeting. Statt „Teammeeting“ sollte der Alt-Text „Gruppe von fünf Personen in einem Meeting“ lauten, um das Bild genauer zu beschreiben.
  2. Bildbeschreibungen nutzen
    Neben Alt-Texten bieten sich Bildbeschreibungen an, um den Inhalt eines Bildes detaillierter zu erklären. Diese Beschreibungen sind vor allem bei komplexeren Bildern hilfreich, wie etwa Infografiken, Landkarten oder Illustrationen, die umfangreiche Informationen vermitteln.
  3. Relevanz und Kontext sicherstellen
    Bilder sollten nicht einfach als dekoratives Element genutzt werden, sondern eine Bedeutung im Kontext des Inhalts haben. Vermeide dekorative Bilder, die keinen Informationswert bieten. Für dekorative Elemente, die für das Verständnis des Inhalts nicht wichtig sind, verwende leere Alt-Attribute („alt=“““), damit Screenreader diese ignorieren. Verwende außerdem auch keine Bilder, die Text enthalten, denn diese können von Screenreadern nicht wiedergegeben werden.
  4. Barrierefreie Dateiformate und Komprimierung
    Verwende barrierefreie Dateiformate wie WebP, Avif, JPEG, PNG oder SVG, die eine gute Bildqualität bieten und gleichzeitig leicht komprimierbar sind. Reduziere die Dateigröße, ohne die Bildqualität zu beeinträchtigen, um lange Ladezeiten und potenzielle Barrieren für Nutzer*innen mit langsamen Internetverbindungen zu vermeiden.
  5. Kontraste und Farbgestaltung
    Achte bei der Gestaltung darauf, dass Farben gut unterscheidbar sind und ausreichend Kontrast bieten, damit auch Menschen mit Farbsehschwächen Bilder erkennen und verstehen können. Tools wie der „Contrast Checker“ können dabei helfen, sicherzustellen, dass Kontrastanforderungen eingehalten werden.
  6. Responsive und skalierbare Bilder
    Verwende responsive Bilder, die sich an verschiedene Bildschirmgrößen und -auflösungen anpassen, um Barrierefreiheit für alle Geräte zu gewährleisten. SVGs sind eine gute Wahl für Logos und Icons, da sie sich ohne Qualitätsverlust skalieren lassen.

Barrierefreie Bilder sind ein wesentlicher Bestandteil einer inklusiven Website. Die sorgfältige Verwendung von Alt-Texten, Bildbeschreibungen, Bildkomprimierung und kontrastreichen Farben sorgt dafür, dass alle Menschen die Inhalte deiner Website vollständig wahrnehmen können. Barrierefreiheit verbessert nicht nur die Zugänglichkeit, sondern trägt auch dazu bei, das SEO-Ranking zu stärken.

Wie du deine Bilder in WordPress barrierefrei gestaltest, findest du hier.